oneVcard (oneVcard GmbH, Wörth am Main, Handelsregister Aschaffenburg HRB 15617) ist in diesem Vergleich der einzige Anbieter mit konsequentem Deutschland-Hosting: Primär-Rechenzentrum in Frankfurt, redundant in Nürnberg (Subprozessoren Hetzner und A1 Digital), ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar. Zum Angebot gehören NFC-Physicals, QR, Apple/Google Wallet, eine zentrale Team-Konsole, SSO (SAML und OpenID Connect), CSV-Import, HR-Konnektoren (Entra ID, Personio, Google Workspace) sowie CRM-Integrationen (HubSpot, Salesforce, Zoho). Der Lite-Tarif ist dauerhaft kostenlos, der Premium-Tarif ist kostenpflichtig; Teams- und Enterprise-Konditionen sind individuell. Als Schwäche ist zu nennen, dass oneVcard keine eigene ISO-27001- oder SOC-2-Zertifizierung besitzt (das AVV-Dokument verneint eigene TOM-Zertifizierungen; die beworbene ISO-27001-Angabe betrifft den Rechenzentrumsbetreiber), dass SCIM und MDM nicht dokumentiert sind und dass kaum unabhängige Nutzerbewertungen vorliegen.
Blinq (Blinq Technologies Pty Ltd, Melbourne) punktet mit einem sehr reifen Produkt, erzwungenem SSO, SCIM-Provisioning (Okta, Entra), über 20 CRM-Integrationen und Spitzen-Bewertungen (G2 4,8; Capterra 4,9 bei mehreren tausend Reviews). Gehostet wird auf Google Cloud; eine garantierte EU- oder Deutschland-Datenresidenz ist nicht belegt, der Verantwortliche sitzt in Australien, und ein AVV ist nur über das Trust-Center auf Anfrage einsehbar – für DSGVO-sensible Beschaffung der wesentliche Nachteil.
HiHello (HiHello, Inc., Palo Alto) bietet das breiteste Identity-Set (SSO via OAuth 2.0/SAML, SCIM, Verzeichnis-Sync mit Okta, Entra ID, Google Workspace, Workday), ist SOC-2-Type-II-zertifiziert und stellt ein DPA bereit. Sämtliche Daten liegen jedoch auf Google Cloud in Iowa (USA); es gibt kein EU-Hosting und keinen deutschsprachigen Support, Preise sind in USD.