My Digital Card (MDC)
Deutscher NFC-Kartenanbieter mit gratis Cloud-Profil – Hardware stark, Enterprise-Reife schwach
My Digital Card (MDC) wird von der Relativity GmbH mit Sitz in der Breite Straße 25 in 13597 Berlin betrieben. Anders als reine Software-Anbieter kommt MDC von der Hardware-Seite: Im Zentrum stehen physische NFC-Visitenkarten aus Metall oder Holz sowie das MDC Tag und die Sigma Card, erhältlich im Shopify-basierten Onlineshop.
Jede Karte enthält kostenlosen Zugang zur cloudbasierten Profilplattform MDC-Cloud, über die Kontaktdaten, Links und Branding gepflegt werden. Der Kontaktaustausch funktioniert per NFC-Tap oder QR-Scan ohne separate App.
In unserer Gesamtbewertung erreicht MDC 51 von 100 Punkten und positioniert sich damit als solides Einstiegs- und KMU-Werkzeug, dessen Stärke eindeutig in der Kartenqualität und weniger in der Softwaretiefe liegt. Für Unternehmen existiert zusätzlich ein Firmen-Dashboard, mit dem sich Mitarbeiterkarten gestalten, Erfolge tracken und über Mengenrabatte sowie ein White-Label-Dashboard skalieren lassen.
Stärken
- Hochwertige physische NFC-Karten aus Metall und Holz (u. a. Sigma Card, MDC Tag) mit QR-Code – ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber reinen Software-Anbietern
- Deutscher Anbieter (Relativity GmbH, Berlin) mit deutschsprachigem E-Mail-Support sowie Entwicklung und Betrieb aus Deutschland
- Vorhandenes Unternehmensangebot: Firmen-Dashboard zum Gestalten von Mitarbeiterkarten, Erfolgs-Tracking, Bulk-Bereitstellung, Mengenrabatte und White-Label-Dashboard
- Kostenlose MDC-Cloud im Kartenkaufpreis enthalten – kein zusätzliches monatliches Nutzer-Abo nötig (starke Preis-Leistung, 66/100)
- Einfache Nutzung ohne App: Kontaktaustausch per NFC-Tap oder QR-Scan
Schwächen
- DSGVO-Risiko für B2B: Die Cloud läuft auf der US-No-Code-Plattform Bubble.io (Standard-Hosting AWS USA); kein belegter DE-/EU-Serverstandort, kein AVV, keine ISO 27001 oder SOC 2 (DSGVO-Wertung nur 40/100)
- Fehlende Enterprise-Verwaltung: keine belegbare SSO (SAML/OIDC/SCIM), MDM, Entra-ID-Integration oder granularen Rollen und Rechte (Enterprise-Integration nur 25/100)
- Keine nachweisbaren CRM-Integrationen, keine öffentliche API und keine Wallet- oder E-Mail-Signatur-Funktionen – reine Kontaktprofil-Plattform
- Kaum unabhängige Marktvalidierung: keine öffentlichen Bewertungen auf G2, Capterra oder Trustpilot und wenig transparente öffentliche B2B-Preisstruktur
Datenschutz & Serverstandort
Beim Datenschutz zeigt sich die größte Schwäche von MDC, was sich in der niedrigen DSGVO-Kategoriewertung von 40 von 100 Punkten niederschlägt. Zwar ist der Betreiber eine deutsche GmbH mit Sitz in Berlin, doch das ersetzt keinen belegten Serverstandort.
Die MDC-Cloud ist technisch als No-Code-Anwendung auf der US-Plattform Bubble.io umgesetzt – erkennbar an Server-Headern wie x-bubble-* und an Bildern von cdn.bubble.io – und wird über Cloudflare ausgeliefert. Bubble hostet standardmäßig auf AWS in den USA; ein EU-Hosting ist nur in höheren Bubble-Tarifen verfügbar und für MDC nicht nachweisbar.
Ein deutscher oder EU-Serverstandort ist damit nicht belegt (serverLocationGermany: false). Auch ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), eine ISO-27001-Zertifizierung oder ein SOC-2-Bericht sind nicht nachgewiesen. Für B2B-Einkäufer bedeutet das: Die Frage der Datenübermittlung in die USA muss vor einem Einsatz sorgfältig geprüft werden.
Immerhin verweist der Anbieter auf Datenschutz- und Impressumsseiten der MDC-Cloud, doch belastbare Compliance-Dokumente fehlen.
Enterprise-Eignung & Integration
Für den B2B-Einsatz liefert MDC ein vorhandenes, aber leichtgewichtiges Angebot – das spiegelt sich in den Kategoriewerten Team- und Admin-Funktionen (55 von 100) und Enterprise-Integration (25 von 100) wider. Positiv: Es existiert ein Firmen-Dashboard zum zentralen Gestalten von Mitarbeiterkarten, dazu Erfolgs-Tracking, Bulk-Bereitstellung und ein White-Label-Dashboard – Funktionen, die viele reine Hardware-Verkäufer nicht bieten.
Für die zentrale Verwaltung mittlerer Teams reicht das in der Praxis oft aus. Bei den klassischen Enterprise-Merkmalen wird es jedoch dünn: Belegbare SSO-Verfahren (SAML, OIDC oder SCIM), eine MDM-Anbindung, eine Entra-ID-Provisionierung oder granulare Rollen- und Rechtekonzepte sind nicht nachweisbar.
Ebenso fehlen eine öffentliche API und benannte CRM-Integrationen; Wallet- oder E-Mail-Signatur-Funktionen sind nicht belegt. MDC ist damit eine reine Kontaktprofil-Plattform mit Team-Aufsatz, keine vollwertige Enterprise-Software.
Die niedrige Enterprise-Wertung von 25 Punkten bildet genau diese Lücke ab.
Preise & Tarife
Preise führen wir auf digitale-visitenkarten.de bewusst nicht auf: Sie ändern sich häufig und sind nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar. Die aktuellen Konditionen von My Digital Card (MDC) erfragen Sie am besten direkt über die Website des Anbieters.
Fazit: My Digital Card (MDC)
Häufige Fragen zu My Digital Card (MDC)
Wo werden die Daten von My Digital Card (MDC) gespeichert und ist der Dienst DSGVO-konform?
Betreiber ist zwar die deutsche Relativity GmbH aus Berlin, ein deutscher oder EU-Serverstandort ist jedoch nicht belegt. Die MDC-Cloud ist technisch auf der US-No-Code-Plattform Bubble.io umgesetzt (erkennbar an x-bubble-*-Headern und cdn.bubble.io) und wird über Cloudflare ausgeliefert.
Bubble hostet standardmäßig auf AWS in den USA. Ein AVV, eine ISO-27001-Zertifizierung oder ein SOC-2-Bericht sind nicht nachgewiesen. Für den B2B-Einsatz sollte die Frage der US-Datenübermittlung daher vor Vertragsabschluss geprüft werden.
Was kostet My Digital Card und gibt es ein kostenloses Angebot?
MDC verkauft primär Hardware: Die physischen NFC-Karten sind einmalig erhältlich. Der Zugang zur MDC-Cloud ist im Kaufpreis enthalten, ein separates Abo pro Nutzer und Monat gibt es nicht. Für Unternehmen bietet MDC Mengenrabatte und ein individuelles beziehungsweise White-Label-Dashboard auf Anfrage; konkrete Pro-Nutzer-Preise sind allerdings nicht öffentlich belegt.
Eignet sich MDC für Unternehmen und Teams?
Für kleine bis mittlere Teams ja: Es gibt ein Firmen-Dashboard zum Gestalten von Mitarbeiterkarten mit Erfolgs-Tracking, Bulk-Bereitstellung, Mengenrabatten und White-Label-Option. Für anspruchsvolle Enterprise-Rollouts fehlen jedoch zentrale Bausteine – belegbare SSO (SAML/OIDC/SCIM), MDM, Entra-ID-Provisionierung, granulare Rollen und Rechte sowie eine öffentliche API und CRM-Integrationen sind nicht nachweisbar.
In unserer Wertung erreicht MDC daher 55/100 bei Team-/Admin-Funktionen, aber nur 25/100 bei der Enterprise-Integration.
Was unterscheidet MDC von reinen Software-Anbietern digitaler Visitenkarten?
MDC kommt von der Hardware-Seite: Der Kern ist eine hochwertige physische NFC-Karte aus Metall oder Holz mit QR-Code, die Cloud ist eher Beiwerk. Das ist ein Vorteil für alle, die eine Premium-Karte für den persönlichen Kontaktaustausch wünschen.
Wer dagegen tiefe Softwarefunktionen wie API-Zugriff, CRM-Anbindungen, Wallet-Integration oder formale Compliance-Nachweise (AVV, ISO 27001, EU-Hosting) benötigt, findet diese bei stärker software- und B2B-orientierten Anbietern mit belegtem EU-Serverstandort besser abgedeckt.
Quellen
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