oneVcard vs. Spreadly
oneVcard und Spreadly sind zwei deutsche Anbieter digitaler Visitenkarten, die beim Datenschutz kaum Wünsche offenlassen – und genau deshalb zählt dieser Vergleich zu den engsten im gesamten Testfeld. Beide hosten ausschließlich in Deutschland, beide sind nach ISO 27001 zertifiziert, beide stellen einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit. oneVcard betreibt dafür ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Nürnberg – Entwicklung und Betrieb liegen komplett in Deutschland, ohne Übermittlung in Drittländer.
Spreadly (Spreadly GmbH, Baierbrunn bei München, gegründet 2022) speichert Kundendaten laut Anbieter bei Hetzner in Deutschland (CDN/Edge u. a. Bunny) und ist nach ISO 27001:2022 zertifiziert. In der Gesamtwertung liegt oneVcard mit 92 von 100 Punkten knapp vor Spreadly mit 87 Punkten.
Der Vorsprung ist real, aber schmal – er entscheidet sich nicht an der DSGVO, sondern an Preis, Funktionsbreite, Integrationstiefe und Marktreichweite. Wer eine "Made in Germany"-Lösung sucht, macht mit beiden Anbietern nichts grundlegend falsch.
Die folgende Analyse zeigt, für welches Team welcher der beiden besser passt.
Kategorie für Kategorie
| Kategorie | oneVcard | Spreadly | Vorteil |
|---|---|---|---|
| DSGVO & Datensicherheit 22% | 94 | 92 | oneVcard |
| Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 18% | 92 | 84 | oneVcard |
| Team- & Admin-Verwaltung 15% | 92 | 86 | oneVcard |
| Funktionsumfang 13% | 92 | 90 | oneVcard |
| Preis-Leistung 12% | 90 | 84 | oneVcard |
| Support & Sprache 10% | 90 | 82 | oneVcard |
| Nutzerbewertungen 10% | – | – | – |
Merkmalsvergleich im Detail
Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind – aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.
| Kriterium | | |
|---|---|---|
| Gesamtbewertung | 92 | 87 |
| Serverstandort Deutschland | ✓ | ✓ |
| EU-Hosting möglich | ✓ | ✓ |
| Deutscher Hosting-Anbieter | ✓ | ✓ |
| Entwicklung in Deutschland | ✓ | ✓ |
| AVV nach Art. 28 DSGVO | ✓ | ✓ |
| ISO 27001 | ✓ | ✓ |
| SSO – SAML | ✓ | ✓ |
| SSO – OIDC | ✓ | ✓ |
| SCIM-Provisioning | ✓ | ✓ |
| MDM (Intune/Jamf) | ✓ | ? |
| Öffentliche API | ✓ | ✓ |
| Microsoft Entra ID / Azure AD | ✓ | ✓ |
| Anzahl Integrationen | 20 | 5 |
| E-Mail-Signatur-Management | ✓ | ✓ |
| Outlook-Signatur-Integration | ✓ | ✓ |
| Physische NFC-Karten | ✓ | ✓ |
| Apple & Google Wallet | ✓ | ✓ |
| Zentrale Team-/Admin-Konsole | ✓ | ✓ |
| Granulare Rechte & Rollen | ✓ | – |
| White-Labeling | ✓ | ✓ |
| Eigene Domain | ✓ | ✓ |
| Eigenes CSS | ✓ | – |
| Workflows / Automatisierung | ✓ | ✓ |
| Lead-Capture / Scanner | ✓ | ✓ |
| Verbinden-Funktion (Kontakte) | ✓ | – |
| Papiervisitenkarten-Scanner | ✓ | ✓ |
| Free-Tier | ✓ | ✓ |
| Deutschsprachiger Support | ✓ | ✓ |
| SLA-Zusage | ✓ | ✓ |
| Externe Ø-Bewertung | – | – |
Fazit
oneVcard gewinnt diesen sehr engen Vergleich mit 92 zu 87 Punkten – nicht durch einen einzelnen K.-o.-Vorteil, sondern durch die Summe kleiner Vorsprünge. Beim Preis ist oneVcard günstiger: Der Premium-Tarif ist günstig gehalten (jährlich günstiger als monatlich), während Spreadlys Professional-Plan höher startet und den beworbenen Bestpreis erst bei dreijähriger Bindung erreicht.
Bei der Funktionsbreite punktet oneVcard mit einem dedizierten E-Mail-Signatur-Management als eigenständigem Produkt – inklusive offiziell zertifiziertem Outlook-/Microsoft-365-Add-in und HR-gestützter Befüllung – sowie mit unterstütztem MDM-Rollout (Microsoft-Intune-/Entra-basiert, etwa für Wallet- und App-Verteilung). Spreadly bietet zwar ebenfalls zentrale E-Mail-Signaturen, dokumentiert aber kein klassisches Geräte-MDM.
Am deutlichsten ist der Abstand bei den Integrationen: oneVcard listet über 20 Anbindungen (Entra ID/Azure AD, Google Workspace, SAP, Personio, BambooHR, Salesforce, HubSpot, Zoho, Dynamics 365, PipeDrive, Make.com, Zapier u. a.) plus offene REST-API im Enterprise-Tarif; Spreadly deckt die Kernsysteme (Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Dynamics, Zapier, Personio, BambooHR) ebenfalls ab, ist aber schmaler aufgestellt. Hinzu kommt die Marktreichweite: oneVcard verweist auf über 850 Unternehmen in DACH/EU, Spreadly ist als jüngerer Anbieter (seit 2022) noch im Aufbau.
Bei der Enterprise-Provisionierung liegen beide dagegen praktisch gleichauf – SSO (SAML 2.0), Entra ID/Azure AD, Google Workspace, SCIM-artige automatische Nutzer-Provisionierung und Bulk-Import sind bei beiden vorhanden. Ehrlich bleibt festzuhalten: Bei unabhängig verifizierten Nutzerbewertungen kann keiner der beiden glänzen – Spreadlys Capterra-Profil führt null Bewertungen, die auf der Website genannten 4,8/5 sind selbst ausgewiesen und nicht plattformgeprüft; hier liegen international Anbieter wie Blinq, HiHello oder Lemontaps mit belegten Sterne-Wertungen vorn.
Fazit: Für datenschutzbewusste deutsche Teams, die ein günstigeres Paket, breitere Integrationen, dediziertes Signatur-Management und MDM-Rollout wollen, ist oneVcard die etwas rundere Wahl. Wer bereits ISO-27001-Hosting bei Hetzner voraussetzt und mit einem schlankeren Integrationsumfang auskommt, findet in Spreadly einen ernstzunehmenden, ebenfalls voll DSGVO-konformen Herausforderer.
Häufige Fragen zum Vergleich
Sind oneVcard und Spreadly beide DSGVO-konform und ISO-27001-zertifiziert?
Ja, beide erfüllen einen hohen Datenschutzstandard. oneVcard betreibt ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Nürnberg, hostet und entwickelt ausschließlich in Deutschland ohne Drittlandübermittlung, stellt auf Wunsch einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit und setzt auf 2FA, tägliche Backups, regelmäßige Penetrationstests sowie einen externen Datenschutzbeauftragten (Prof. Dr. Eberhard Schott). Spreadly ist nach ISO 27001:2022 zertifiziert, speichert Kundendaten laut Anbieter bei Hetzner in Deutschland (CDN/Edge u. a. Bunny), stellt ebenfalls einen AVV/DPA bereit und verschlüsselt per TLS 1.3 und AES-256.
In der reinen DSGVO-Kategorie liegen beide sehr nah beieinander; oneVcard führt diese Wertung mit 94 von 100 Punkten knapp an.
Warum gewinnt oneVcard trotz des sehr engen Rennens?
Der Abstand von 92 zu 87 Punkten ergibt sich aus mehreren kleinen Vorteilen. oneVcard ist im Premium-Tarif günstiger, bietet über 20 Integrationen gegenüber den Kernsystemen bei Spreadly, unterstützt MDM-Rollouts über Microsoft Intune/Entra, liefert ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management mit zertifiziertem Outlook-Add-in und verweist auf über 850 Unternehmen in DACH/EU. Spreadly deckt viele dieser Funktionen ebenfalls ab, ist bei Integrationsbreite, MDM und Marktreichweite aber etwas schmaler aufgestellt.
Wo hat Spreadly gegenüber oneVcard echte Vorteile?
Spreadly ist ein voll konkurrenzfähiger, ebenfalls in Deutschland gehosteter ISO-27001-Anbieter mit einem großzügigen kostenlosen Plan, transparenten EUR-Preisen, deutschsprachigem Telefonsupport und Kauf auf Rechnung – attraktiv für den deutschen Mittelstand. Bei der Enterprise-Provisionierung (SSO, SCIM, Bulk-Import via Azure AD/Google Workspace, HRIS-Anbindung an Personio und BambooHR) steht Spreadly oneVcard in nichts nach.
Ehrlich gesagt hat allerdings keiner der beiden Anbieter viele unabhängig geprüfte Nutzerbewertungen; bei belegten Plattform-Ratings liegen Blinq, HiHello oder Lemontaps vorn.
Unterstützen beide Anbieter SSO, Azure AD/Entra ID und automatische Nutzer-Provisionierung?
Ja. Beide bieten Single Sign-on über SAML 2.0 sowie Anbindung an Microsoft Entra ID/Azure AD und Google Workspace. oneVcard unterstützt eine automatische, SCIM-artige Nutzer-Provisionierung über Entra ID bzw. HR-Sync, Spreadly bietet SCIM und Bulk-Provisioning via CSV, Azure AD und Google Workspace.
On- und Offboarding lassen sich bei beiden zentral über die Identity- und HR-Systeme steuern. Ein SLA von 99,5 % ist bei beiden dem Enterprise-Tarif vorbehalten.
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