oneVcard vs. Mobilo
oneVcard und Mobilo bedienen beide den B2B-Markt für digitale Visitenkarten mit zentraler Team-Verwaltung, NFC-Karten, CRM-Anbindung und SSO – der entscheidende Unterschied liegt jedoch beim Datenstandort, bei den Compliance-Nachweisen und in der rechtlichen Konstruktion. oneVcard ist ein deutsches Unternehmen (oneVcard GmbH) und betreibt Hosting wie Entwicklung ausschließlich in Deutschland – im eigenen, ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, ohne Übermittlung in Drittländer. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist auf Wunsch verfügbar, ein externer Datenschutzbeauftragter (Prof. Dr. Eberhard Schott), tägliche Backups, 2FA und regelmäßige Penetrationstests kommen hinzu; der Support erfolgt deutschsprachig. Mobilo wird dagegen von der US-Gesellschaft Lulu Systems, Inc. mit Sitz in New York betrieben und hostet auf Google Cloud mit wählbaren Regionen (EU-Datenresidenz möglich), ohne dediziertes Deutschland-Hosting; ein öffentlicher AVV/DPA und deutschsprachiger Support sind nicht belegt, und die SOC-2-Angaben fallen widersprüchlich aus (Type I auf den eigenen Seiten, Type II in Marketingquellen).
Beim Funktionsumfang liegen beide nah beieinander, doch die Stärken verteilen sich unterschiedlich, was sich im gewichteten Gesamtscore niederschlägt (oneVcard 92 vs. Mobilo 66). oneVcard bietet neben SAML 2.0 auch die Anbindung an Microsoft Entra ID/Azure AD und Google Workspace, automatische Nutzer-Provisionierung (SCIM-artig über Entra ID bzw. HR-Sync), Intune-/Entra-basierten MDM-Rollout sowie ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management mit zertifiziertem Outlook-Add-in – Funktionen, die für zentral verwaltete Microsoft-365-Umgebungen im deutschen Mittelstand und Enterprise-Segment relevant sind. Hinzu kommen über 20 Integrationen (u. a. Entra ID, Google Workspace, SAP, Personio, BambooHR, Salesforce, HubSpot, Dynamics 365), eine offene REST-API im Enterprise-Tarif und transparentes EUR-Pricing (Lite dauerhaft kostenlos, günstiger Premium-Tarif im Jahresabo). Mobilo punktet mit ausgeprägtem Sales-Fokus (HRIS-Provisioning, Webhooks, Lead-Enrichment als Add-on) und günstigem Team-Einstieg, fällt aber bei Datenschutz-Nachweisen und in der externen Bewertungslage zurück (Capterra 2,3/5 bei nur 3 Reviews, nur eine einzelne G2-Bewertung). Für DSGVO-sensible deutsche Unternehmen ist oneVcard damit die klar naheliegendere Wahl; für international ausgerichtete englischsprachige Sales-Teams mit Schwerpunkt auf Lead-Automatisierung kann Mobilo funktional passen.
Kategorie für Kategorie
| Kategorie | oneVcard | Mobilo | Vorteil |
|---|---|---|---|
| DSGVO & Datensicherheit 22% | 94 | 50 | oneVcard |
| Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 18% | 92 | 72 | oneVcard |
| Team- & Admin-Verwaltung 15% | 92 | 88 | oneVcard |
| Funktionsumfang 13% | 92 | 90 | oneVcard |
| Preis-Leistung 12% | 90 | 70 | oneVcard |
| Support & Sprache 10% | 90 | 52 | oneVcard |
| Nutzerbewertungen 10% | – | 40 | Mobilo |
Merkmalsvergleich im Detail
Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind – aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.
| Kriterium | | |
|---|---|---|
| Gesamtbewertung | 92 | 66 |
| Serverstandort Deutschland | ✓ | ? |
| EU-Hosting möglich | ✓ | ✓ |
| Deutscher Hosting-Anbieter | ✓ | – |
| Entwicklung in Deutschland | ✓ | – |
| AVV nach Art. 28 DSGVO | ✓ | ? |
| ISO 27001 | ✓ | ? |
| SSO – SAML | ✓ | ✓ |
| SSO – OIDC | ✓ | ? |
| SCIM-Provisioning | ✓ | ? |
| MDM (Intune/Jamf) | ✓ | ? |
| Öffentliche API | ✓ | ✓ |
| Microsoft Entra ID / Azure AD | ✓ | ? |
| Anzahl Integrationen | 20 | 13 |
| E-Mail-Signatur-Management | ✓ | ✓ |
| Outlook-Signatur-Integration | ✓ | – |
| Physische NFC-Karten | ✓ | ✓ |
| Apple & Google Wallet | ✓ | ✓ |
| Zentrale Team-/Admin-Konsole | ✓ | ✓ |
| Granulare Rechte & Rollen | ✓ | ✓ |
| White-Labeling | ✓ | – |
| Eigene Domain | ✓ | – |
| Eigenes CSS | ✓ | – |
| Workflows / Automatisierung | ✓ | ✓ |
| Lead-Capture / Scanner | ✓ | ✓ |
| Verbinden-Funktion (Kontakte) | ✓ | ✓ |
| Papiervisitenkarten-Scanner | ✓ | ✓ |
| Free-Tier | ✓ | ✓ |
| Deutschsprachiger Support | ✓ | ? |
| SLA-Zusage | ✓ | ✓ |
| Externe Ø-Bewertung | – | 2.3/5 |
Fazit
Für DSGVO-sensible deutsche Unternehmen, Behörden und Organisationen mit strengen Datenschutz- oder Betriebsratsanforderungen ist oneVcard die klare Empfehlung: deutscher Firmensitz, Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland im eigenen ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, keine Drittlandübermittlung, AVV nach Art. 28 DSGVO, externer Datenschutzbeauftragter, tägliche Backups, 2FA und regelmäßige Penetrationstests senken den Prüfaufwand in der Beschaffung erheblich – Punkte, die Mobilo als US-Anbieter ohne dediziertes DE-Hosting, ohne öffentlich belegten AVV und mit uneinheitlichen SOC-2-Angaben nicht in gleicher Weise abdeckt. Auch bei Preistransparenz (EUR-Listenpreise, dauerhaft kostenloser Lite-Tarif), beim Identity-Management (SAML 2.0 plus Entra ID/Azure AD und Google Workspace mit automatischer, SCIM-artiger Provisionierung), beim Intune-/Entra-basierten MDM-Rollout und beim dedizierten E-Mail-Signatur-Management für Microsoft 365 hat oneVcard die Nase vorn.
Das schlägt sich im Gesamtscore nieder (92 vs. 66) und ganz besonders in der reinen DSGVO-Kategorie, in der oneVcard mit 94 von 100 den Spitzenwert erreicht. Für internationale oder englischsprachige Sales-Teams, deren Priorität auf tiefer Lead-Automatisierung liegt – etwa Webhooks, HRIS-basiertem Provisioning und Lead-Enrichment – kann Mobilo hingegen die funktional passende und im Team-Einstieg günstige Lösung sein, sofern eine EU-Datenresidenz vertraglich zugesichert und der Datenschutz individuell geprüft wird.
Ehrlich einzuordnen ist die externe Validierung durch unabhängige Nutzerbewertungen: Diese fällt bei Mobilo dünn und teils schwach aus (Capterra 2,3/5 bei nur 3 Reviews, nur eine G2-Bewertung), und auch oneVcard weist hier kaum belastbare Portalbewertungen auf – wer sich stark auf breite, unabhängig belegte Reviews stützt, findet diese eher bei Anbietern wie Blinq oder HiHello. Unterm Strich: Datenschutz, Zertifizierung, deutscher Support und zentrales Microsoft-365-Management sprechen deutlich für oneVcard; ein rein internationaler Sales-Use-Case mit Fokus auf Lead-Enrichment ist der plausibelste Grund, Mobilo näher zu prüfen.
Häufige Fragen zum Vergleich
Welcher Anbieter ist DSGVO-konformer – oneVcard oder Mobilo?
Für deutsche DSGVO-Anforderungen bietet oneVcard die deutlich stärkeren Nachweise: Die oneVcard GmbH betreibt Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland – im eigenen, ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, ohne Übermittlung in Drittländer. Ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist auf Wunsch verfügbar, hinzu kommen ein externer Datenschutzbeauftragter (Prof. Dr. Eberhard Schott), tägliche Backups, 2FA und regelmäßige Penetrationstests.
Mobilo wird von der US-Firma Lulu Systems, Inc. (New York) betrieben; das Hosting läuft auf Google Cloud mit wählbaren Regionen, sodass eine EU-Datenresidenz möglich ist, ein dediziertes Deutschland-Hosting oder ein öffentlich verfügbarer AVV sind jedoch nicht belegt, und die SOC-2-Angaben sind widersprüchlich (Type I vs. Type II).
In der DSGVO-Kategorie erreicht oneVcard mit 94/100 den Spitzenwert und liegt klar vor Mobilo.
Was kosten oneVcard und Mobilo im Vergleich?
oneVcard weist EUR-Listenpreise aus: Lite ist dauerhaft kostenlos, der Premium-Tarif ist günstig gehalten (im Jahresabo günstiger als bei monatlicher Zahlung); Teams und Teams Enterprise werden individuell angeboten, im Enterprise-Tarif mit einem SLA von 99,5 %. Mobilo rechnet in USD, überwiegend jährlich: Der Teams-Plan liegt im moderaten Bereich pro Mitarbeiter und Jahr, CRM-Integration und Lead-Enrichment kommen als kostenpflichtige Add-ons hinzu; NFC-Karten sind bei beiden Anbietern Einmalkosten.
Reviewer berichten bei Mobilo zudem von deutlichen Preiserhöhungen (etwa 34 %) bei Vertragsverlängerung.
Bieten beide Anbieter SSO, Provisioning und MDM für Teams?
Ja, beide verfügen über eine zentrale Admin-Konsole, Bulk-/CSV-Import und CRM-Integrationen (u. a. Salesforce, HubSpot). oneVcard unterstützt im Enterprise-Umfeld SAML 2.0 sowie Microsoft Entra ID/Azure AD und Google Workspace mit automatischer, SCIM-artiger Nutzer-Provisionierung über Entra ID bzw. HR-Sync und bietet zusätzlich einen Intune-/Entra-basierten MDM-Rollout (etwa für Wallet- und App-Verteilung) sowie ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management mit zertifiziertem Outlook-Add-in. Mobilo bietet SAML-SSO und HRIS-basiertes Provisioning, ein dokumentierter MDM-Support (Intune/Jamf) und SCIM sind dagegen nicht belegt.
Beim zentral verwalteten Microsoft-365-Rollout ist oneVcard damit klar breiter aufgestellt.
Gibt es aussagekräftige Nutzerbewertungen zu oneVcard und Mobilo?
Die externe Bewertungslage ist bei beiden Anbietern dünn. Mobilo hat auf Capterra nur 2,3/5 bei lediglich 3 Bewertungen und auf G2 nur eine einzelne Bewertung; die App-Store-Bewertungen fallen zwar zahlreicher und positiver aus, ersetzen aber keine belastbare B2B-Portalbewertung.
Zu oneVcard sind ebenfalls kaum unabhängige Sternbewertungen auf G2, Capterra oder Trustpilot auffindbar. Für Käufer, die sich stark auf unabhängige Reviews stützen, liefern beide Anbieter derzeit wenig Validierung – hier lohnt der Blick auf breiter bewertete Alternativen wie Blinq oder HiHello, während oneVcard seine Stärke stattdessen über Deutschland-Hosting, ISO-27001-Zertifizierung und über 850 Unternehmenskunden in DACH/EU ausspielt.
Passenden Anbieter finden – kostenlose Beratung
Sie planen den Rollout digitaler Visitenkarten im Unternehmen? Wir leiten Sie an den passenden, DSGVO-konformen Anbieter weiter. Kein Verkaufsdruck.