oneVcard vs. Blinq

oneVcard 92 /100
Blinq 75 /100

oneVcard und Blinq zählen beide zu den führenden Plattformen für digitale Visitenkarten – doch sie zielen auf sehr unterschiedliche Käufer. Blinq ist ein 2017 in Melbourne gegründeter australischer Anbieter mit über 2,5 Millionen Nutzern, breiter Fortune-500-Verbreitung und außergewöhnlich starken Nutzerbewertungen (G2 4,8 aus über 8.800 Reviews, Capterra 4,9). Das Produkt ist ausgereift, gut bedienbar und bringt ein vollständiges Enterprise-Set mit: erzwungenes SSO (SAML, Okta, Azure AD), SCIM-Provisioning, über 20 CRM-Integrationen, Analytics, Lead Capture, NFC-Karten sowie Apple und Google Wallet.

oneVcard ist der deutsche Herausforderer der oneVcard GmbH und spielt seine Stärke genau dort aus, wo Blinq strukturell verwundbar ist: bei der DSGVO-Konformität und dem Betrieb in Deutschland. oneVcard hostet und entwickelt ausschließlich in Deutschland, betreibt ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Nürnberg, stellt auf Wunsch einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit, hat einen externen Datenschutzbeauftragten (Prof. Dr. Eberhard Schott) und lässt regelmäßig Penetrationstests durchführen. Auf Enterprise-Seite bietet oneVcard SAML 2.0, Microsoft Entra ID und Google Workspace, automatische Nutzer-Provisionierung, MDM-Rollout über Microsoft Intune/Entra, über 20 Integrationen (u. a. SAP, Personio, BambooHR, Salesforce, HubSpot) sowie ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management mit zertifiziertem Outlook-Add-in. In unserer Gesamtwertung liegt oneVcard mit 92 von 100 Punkten vor Blinq mit 75.

Kategorie für Kategorie

KategorieoneVcardBlinqVorteil
DSGVO & Datensicherheit 22% 94 46 oneVcard
Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 18% 92 80 oneVcard
Team- & Admin-Verwaltung 15% 92 90 oneVcard
Funktionsumfang 13% 92 92 Gleichstand
Preis-Leistung 12% 90 80 oneVcard
Support & Sprache 10% 90 56 oneVcard
Nutzerbewertungen 10% 96 Blinq

Merkmalsvergleich im Detail

Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind – aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.

Kriterium oneVcard Blinq
Gesamtbewertung 92 75
Serverstandort Deutschland ?
EU-Hosting möglich ?
Deutscher Hosting-Anbieter
Entwicklung in Deutschland
AVV nach Art. 28 DSGVO ?
ISO 27001
SSO – SAML
SSO – OIDC ?
SCIM-Provisioning
MDM (Intune/Jamf) ?
Öffentliche API
Microsoft Entra ID / Azure AD
Anzahl Integrationen 2013
E-Mail-Signatur-Management
Outlook-Signatur-Integration
Physische NFC-Karten
Apple & Google Wallet
Zentrale Team-/Admin-Konsole
Granulare Rechte & Rollen
White-Labeling
Eigene Domain
Eigenes CSS ?
Workflows / Automatisierung
Lead-Capture / Scanner
Verbinden-Funktion (Kontakte)
Papiervisitenkarten-Scanner
Free-Tier
Deutschsprachiger Support ?
SLA-Zusage
Externe Ø-Bewertung 4.8/5

Fazit

Für deutsche und EU-Unternehmen empfehlen wir oneVcard – vor allem, wenn Datenschutz, Rechtssicherheit und Microsoft-Integration Priorität haben. Der entscheidende Unterschied liegt in der Datenresidenz: Blinq hostet auf der Google Cloud Platform, und laut Datenschutzerklärung können personenbezogene Daten unter anderem in den USA verarbeitet werden; Transfers außerhalb des EWR werden über Standard Contractual Clauses abgesichert, der Verantwortliche sitzt in Australien.

Ein AVV ist bei Blinq nicht öffentlich verfügbar (Trust-Center-Dokumente nur auf Anfrage), die ISO-27001-Zertifizierung besteht beim Cloud-Provider Google, nicht bei Blinq selbst, und ein deutschsprachiger Support ist nicht belegt. oneVcard hostet und entwickelt dagegen ausschließlich in Deutschland, betreibt ein eigenes ISO-27001-Rechenzentrum in Nürnberg ohne Drittlandübermittlung, liefert AVV, externen Datenschutzbeauftragten und deutschsprachigen Support – deshalb führt oneVcard sowohl die Gesamtwertung (92 zu 75) als auch die reine DSGVO-Kategorie (94/100) an. Beim funktionalen IT-Rollout sind beide auf Augenhöhe: SSO und automatische Provisionierung bieten beide, oneVcard ergänzt zusätzlich MDM über Microsoft Intune/Entra und ein eigenständiges E-Mail-Signatur-Management, das Blinq in dieser Tiefe nicht abbildet.

Ehrlich bleibt aber festzuhalten, wo Blinq echte Vorteile hat: Bei den unabhängigen Nutzerbewertungen liegt Blinq mit G2 4,8 (über 8.800 Reviews) und Capterra 4,9 klar vorn, das Produkt ist international sehr breit erprobt und für global aufgestellte Teams eine ausgereifte Wahl. Wer primär außerhalb der EU arbeitet oder maximale Marktverbreitung und Bewertungsdichte höher gewichtet als deutsche Datenresidenz, kann mit Blinq gut fahren.

Für den deutschen B2B-Mittelstand und alle DSGVO-sensiblen Organisationen ist oneVcard jedoch die passendere Plattform.

Häufige Fragen zum Vergleich

Wo werden meine Daten gehostet – bei oneVcard oder bei Blinq?

Das ist der wichtigste Unterschied. oneVcard hostet und entwickelt ausschließlich in Deutschland und betreibt dafür ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Nürnberg – ohne Übermittlung in Drittländer. Blinq hostet auf der Google Cloud Platform; laut Datenschutzerklärung können personenbezogene Daten unter anderem in den USA, Kanada, Deutschland, Irland, Belgien und Finnland verarbeitet werden, wobei Transfers außerhalb des EWR über Standard Contractual Clauses abgesichert werden.

Der Verantwortliche sitzt in Australien. Für DSGVO-sensible deutsche Unternehmen ist die rein deutsche Datenhaltung von oneVcard daher ein klarer Vorteil.

Sind beide Anbieter DSGVO-konform und gibt es einen AVV?

Blinq erklärt GDPR-Konformität und ist SOC-2-Type-II-zertifiziert (über Vanta, mit jährlichem Drittaudit). Ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist bei Blinq allerdings nicht öffentlich verfügbar – die Dokumente im Trust Center sind nur auf Anfrage einsehbar –, und die ISO-27001-Zertifizierung besteht beim Cloud-Provider Google, nicht bei Blinq selbst. oneVcard stellt auf Wunsch einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit, verfügt über eine eigene ISO-27001-Zertifizierung, einen externen Datenschutzbeauftragten (Prof. Dr. Eberhard Schott), tägliche Backups, 2FA und regelmäßige Penetrationstests.

In der reinen DSGVO-Kategorie führt oneVcard mit 94 von 100 Punkten.

Welcher Anbieter eignet sich besser für einen unternehmensweiten IT-Rollout mit SSO?

Beide sind hier stark aufgestellt. Blinq bietet erzwungenes SSO (SAML, Okta, Azure AD) und SCIM-Provisioning über Okta und Entra für automatisiertes On- und Offboarding. oneVcard bietet ebenfalls SAML 2.0 sowie Microsoft Entra ID/Azure AD und Google Workspace mit automatischer Nutzer-Provisionierung.

Der Unterschied liegt im Detail: oneVcard unterstützt zusätzlich MDM-Rollout über Microsoft Intune/Entra (z. B. Wallet- und App-Verteilung) und ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management mit zertifiziertem Outlook-Add-in – Bereiche, die Blinq nicht in dieser Tiefe abbildet. Beide bringen über 20 Integrationen und eine REST-API mit.

Hat Blinq gegenüber oneVcard auch Vorteile?

Ja. Blinq punktet vor allem bei den unabhängigen Nutzerbewertungen: G2 4,8 aus über 8.800 Reviews, Capterra 4,9 und Trustpilot rund 4,7 zählen zu den besten der Branche. Mit über 2,5 Millionen Nutzern und breiter Fortune-500-Verbreitung ist das Produkt international sehr ausgereift und gut bedienbar.

Für global aufgestellte Teams, die maximale Marktverbreitung und Bewertungsdichte höher gewichten als deutsche Datenresidenz, ist Blinq eine solide Wahl. Für den deutschen B2B-Markt und DSGVO-sensible Organisationen gibt jedoch die rein deutsche Datenhaltung, der AVV und der deutschsprachige Support von oneVcard den Ausschlag.

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