oneVcard vs. Uniqode (ehemals Beaconstac)
oneVcard und Uniqode (ehemals Beaconstac) treten in unterschiedlichen Gewichtsklassen an, obwohl beide Enterprise-Teams adressieren. oneVcard ist ein deutscher Anbieter der oneVcard GmbH und hostet sowohl Betrieb als auch Entwicklung ausschließlich in Deutschland – im eigenen ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, redundant zu Frankfurt gespiegelt, ohne Übermittlung in Drittländer. Uniqode dagegen ist ein US-amerikanischer SaaS-Anbieter mit Sitz in New York und Entwicklungsstandort im indischen Bengaluru, der laut eigenen Angaben über 50.000 Unternehmen bedient und primär auf QR-Codes und digitale Visitenkarten für Großorganisationen setzt.
Beide Plattformen bringen einen ausgereiften Enterprise-Unterbau mit: zentrale Admin-Konsolen, rollenbasierte Rechte, SSO via SAML und Anbindung an Microsoft Entra ID, SCIM-Provisionierung, Apple/Google Wallet, Analytics, Lead-Erfassung und offene APIs. Der entscheidende Unterschied für deutsche und europäische B2B-Käufer liegt nicht im Funktionsumfang, sondern in der Datenhoheit: Uniqode speichert und verarbeitet Kundendaten ausschließlich in den USA und hat weder eine EU- noch eine Deutschland-Hosting-Option, während oneVcard genau diesen Punkt zum Kern seines Angebots macht.
In der Gesamtwertung liegt oneVcard mit 92 von 100 Punkten deutlich vor Uniqode mit 72 von 100.
Kategorie für Kategorie
| Kategorie | oneVcard | Uniqode (ehemals Beaconstac) | Vorteil |
|---|---|---|---|
| DSGVO & Datensicherheit 22% | 94 | 54 | oneVcard |
| Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 18% | 92 | 82 | oneVcard |
| Team- & Admin-Verwaltung 15% | 92 | 90 | oneVcard |
| Funktionsumfang 13% | 92 | 78 | oneVcard |
| Preis-Leistung 12% | 90 | 68 | oneVcard |
| Support & Sprache 10% | 90 | 58 | oneVcard |
| Nutzerbewertungen 10% | – | 82 | Uniqode (ehemals Beaconstac) |
Merkmalsvergleich im Detail
Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind – aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.
| Kriterium | | |
|---|---|---|
| Gesamtbewertung | 92 | 72 |
| Serverstandort Deutschland | ✓ | – |
| EU-Hosting möglich | ✓ | – |
| Deutscher Hosting-Anbieter | ✓ | – |
| Entwicklung in Deutschland | ✓ | – |
| AVV nach Art. 28 DSGVO | ✓ | ? |
| ISO 27001 | ✓ | ✓ |
| SSO – SAML | ✓ | ✓ |
| SSO – OIDC | ✓ | ✓ |
| SCIM-Provisioning | ✓ | ✓ |
| MDM (Intune/Jamf) | ✓ | ? |
| Öffentliche API | ✓ | ✓ |
| Microsoft Entra ID / Azure AD | ✓ | ✓ |
| Anzahl Integrationen | 20 | 15 |
| E-Mail-Signatur-Management | ✓ | ✓ |
| Outlook-Signatur-Integration | ✓ | ✓ |
| Physische NFC-Karten | ✓ | – |
| Apple & Google Wallet | ✓ | ✓ |
| Zentrale Team-/Admin-Konsole | ✓ | ✓ |
| Granulare Rechte & Rollen | ✓ | ✓ |
| White-Labeling | ✓ | ✓ |
| Eigene Domain | ✓ | ✓ |
| Eigenes CSS | ✓ | ✓ |
| Workflows / Automatisierung | ✓ | ✓ |
| Lead-Capture / Scanner | ✓ | ✓ |
| Verbinden-Funktion (Kontakte) | ✓ | ✓ |
| Papiervisitenkarten-Scanner | ✓ | ✓ |
| Free-Tier | ✓ | ✓ |
| Deutschsprachiger Support | ✓ | ? |
| SLA-Zusage | ✓ | ✓ |
| Externe Ø-Bewertung | – | 4.5/5 |
Fazit
Für Unternehmen mit Sitz in Deutschland oder der EU ist oneVcard die klar empfehlenswertere Wahl – nicht weil Uniqode funktional schwach wäre, sondern weil oneVcard die datenschutzrechtlich kritischen Weichen richtig stellt. oneVcard betreibt ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Nürnberg, hostet und entwickelt ausschließlich in Deutschland, verzichtet auf jede Drittlandübermittlung, bietet auf Wunsch einen AVV nach Art. 28 DSGVO, einen externen Datenschutzbeauftragten, tägliche Backups, 2FA und regelmäßige Penetrationstests. Auf der Enterprise-Seite steht oneVcard Uniqode in nichts nach: SSO über SAML 2.0, Entra ID und Google Workspace, automatische Nutzer-Provisionierung, MDM-Rollout über Microsoft Intune, ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management mit zertifiziertem Outlook-Add-in, über 20 Integrationen (SAP, Personio, Salesforce, HubSpot, Dynamics 365 u. a.) sowie physische NFC-Karten – Letztere verkauft Uniqode gar nicht, dort ist NFC nur eine Sharing-Methode.
Hinzu kommen deutschsprachiger Support und transparente Euro-Preise (günstiger Premium-Tarif). Uniqode hat unbestreitbare Stärken, die man fair benennen muss: Bei unabhängigen Nutzerbewertungen schneidet die Plattform hervorragend ab (G2 rund 4,9/5), die Verbreitung ist mit über 50.000 Unternehmen enorm, und die Compliance-Basis aus SOC 2 Type II, ISO 27001:2022 und HIPAA ist solide – für US-lastige oder international breit aufgestellte Konzerne kann Uniqode eine passende Option sein.
Für DSGVO-sensible deutsche B2B-Kunden bleibt aber das US-only-Hosting samt CLOUD-Act-Risiko und die unklare AVV-Lage ein potenzielles K.-o.-Kriterium, das oneVcard schlicht nicht hat. In der reinen DSGVO-Kategorie führt oneVcard mit 94 von 100 – hier liegt der wesentliche Grund für den Gesamtvorsprung.
Häufige Fragen zum Vergleich
Wo werden die Daten bei oneVcard und Uniqode gehostet?
Das ist der zentrale Unterschied. oneVcard hostet ausschließlich in Deutschland – primär im eigenen ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, redundant gespiegelt zu Frankfurt, ohne jede Übermittlung in Drittländer. Auch die Entwicklung findet in Deutschland statt.
Uniqode speichert und verarbeitet Kundendaten dagegen ausschließlich in den USA; eine EU- oder Deutschland-Hosting-Option ist nicht verfügbar. Die Datenschutzerklärung von Uniqode weist ausdrücklich auf die Speicherung und Übertragung in die USA hin, was für deutsche B2B-Kunden Drittlandtransfer- und CLOUD-Act-Fragen aufwirft.
Erfüllt oneVcard die DSGVO besser als Uniqode?
Für deutsche und europäische Unternehmen ja. oneVcard bietet einen AVV nach Art. 28 DSGVO auf Wunsch, einen externen Datenschutzbeauftragten (Prof. Dr. Eberhard Schott), tägliche Backups, 2FA und regelmäßige Penetrationstests – bei ausschließlichem Hosting in Deutschland. Uniqode ist zwar SOC 2 Type II und ISO 27001:2022 zertifiziert und nach eigenen Angaben DSGVO-konform, positioniert sich in seiner DSGVO-Kommunikation aber eher als Datenverantwortlicher; ein standardmäßig verfügbares kundenseitiges AVV ist nicht eindeutig belegbar.
Zusammen mit dem US-only-Hosting fällt oneVcard in der DSGVO-Kategorie deutlich besser aus (94 vs. deutlich niedriger).
Hat Uniqode gegenüber oneVcard eigene Vorteile?
Ja, und die sollte man ehrlich benennen. Uniqode erhält auf unabhängigen Bewertungsportalen sehr gute Noten – auf G2 rund 4,9/5 – und wird laut Anbieter von über 50.000 Unternehmen genutzt, was für eine breite Marktverbreitung spricht.
Die Compliance-Basis aus SOC 2 Type II, ISO 27001:2022 und HIPAA ist stark, ebenso der ausgereifte Enterprise-Identity-Stack mit SSO, SCIM und Entra-ID-Anbindung. Für international breit oder US-lastig aufgestellte Organisationen ohne strikte EU-Datenresidenz-Anforderung kann Uniqode daher eine sinnvolle Wahl sein.
Bekomme ich bei beiden Anbietern physische NFC-Karten und E-Mail-Signatur-Management?
Bei oneVcard ja, bei Uniqode nur eingeschränkt. oneVcard verkauft physische NFC-Karten und bietet ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management als eigenes Produkt an – mit zentralen Outlook-/Microsoft-365-Signaturen, einem offiziell zertifizierten Outlook-Add-in und HR-gestützter Befüllung. Uniqode unterstützt zwar E-Mail-Signatur-Einbindung und Apple/Google Wallet, verkauft aber keine eigenen physischen NFC-Karten; dort ist NFC lediglich eine Sharing-Methode.
Zudem rechnet Uniqode ausschließlich in USD und nur jährlich ab, während oneVcard transparente Euro-Preise (günstiger Premium-Tarif bei jährlicher Zahlung) und deutschsprachigen Support bietet.
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