oneVcard vs. Linq
Linq gehörte lange zu den bekanntesten Namen im Markt für digitale Visitenkarten – ein US-Anbieter aus Birmingham (Alabama), gegründet 2019, mit NFC-Karten, Lead-Scanner und starken Nutzerbewertungen. Doch 2025/2026 hat sich das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet: Nach einer Series-A-Finanzierung über 20 Mio. USD verlagert Linq den Fokus deutlich in Richtung KI-Messaging-Infrastruktur, während das ursprüngliche Visitenkarten- und NFC-Produkt laut mehreren Marktquellen als weitgehend eingestellt bzw. mit unsicherer Zukunft gilt.
Genau hier setzt dieser Vergleich an: Wir stellen die deutsche, ausschließlich in Deutschland gehostete Enterprise-Lösung oneVcard dem international bekannten, aber im Kernprodukt strategisch fragilen Anbieter Linq gegenüber – mit Schwerpunkt auf DSGVO, Zukunftssicherheit, Team-Verwaltung und Integrationen. Denn wer heute eine digitale Visitenkarten-Plattform ausrollt, trifft eine mehrjährige Infrastrukturentscheidung – und will nicht auf ein Produkt setzen, dessen Fortbestand offen ist.
Kategorie für Kategorie
| Kategorie | oneVcard | Linq | Vorteil |
|---|---|---|---|
| DSGVO & Datensicherheit 22% | 94 | 50 | oneVcard |
| Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 18% | 92 | 50 | oneVcard |
| Team- & Admin-Verwaltung 15% | 92 | 66 | oneVcard |
| Funktionsumfang 13% | 92 | 70 | oneVcard |
| Preis-Leistung 12% | 90 | 52 | oneVcard |
| Support & Sprache 10% | 90 | 50 | oneVcard |
| Nutzerbewertungen 10% | – | 84 | Linq |
Merkmalsvergleich im Detail
Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind – aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.
| Kriterium | | |
|---|---|---|
| Gesamtbewertung | 92 | 59 |
| Serverstandort Deutschland | ✓ | – |
| EU-Hosting möglich | ✓ | – |
| Deutscher Hosting-Anbieter | ✓ | – |
| Entwicklung in Deutschland | ✓ | – |
| AVV nach Art. 28 DSGVO | ✓ | ✓ |
| ISO 27001 | ✓ | ? |
| SSO – SAML | ✓ | ? |
| SSO – OIDC | ✓ | ? |
| SCIM-Provisioning | ✓ | ? |
| MDM (Intune/Jamf) | ✓ | ? |
| Öffentliche API | ✓ | ✓ |
| Microsoft Entra ID / Azure AD | ✓ | ? |
| Anzahl Integrationen | 20 | 30 |
| E-Mail-Signatur-Management | ✓ | ? |
| Outlook-Signatur-Integration | ✓ | – |
| Physische NFC-Karten | ✓ | ✓ |
| Apple & Google Wallet | ✓ | – |
| Zentrale Team-/Admin-Konsole | ✓ | ✓ |
| Granulare Rechte & Rollen | ✓ | ✓ |
| White-Labeling | ✓ | – |
| Eigene Domain | ✓ | – |
| Eigenes CSS | ✓ | – |
| Workflows / Automatisierung | ✓ | – |
| Lead-Capture / Scanner | ✓ | ✓ |
| Verbinden-Funktion (Kontakte) | ✓ | ✓ |
| Papiervisitenkarten-Scanner | ✓ | ✓ |
| Free-Tier | ✓ | ✓ |
| Deutschsprachiger Support | ✓ | ? |
| SLA-Zusage | ✓ | – |
| Externe Ø-Bewertung | – | 4.9/5 |
Fazit
Im Gesamtergebnis liegt oneVcard mit 92 von 100 Punkten klar vor Linq (59 von 100). Ausschlaggebend sind drei Punkte: Erstens das Datenschutzniveau – oneVcard hostet und entwickelt ausschließlich in Deutschland, in einem eigenen ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, mit AVV nach Art. 28 DSGVO, externem Datenschutzbeauftragten, 2FA und regelmäßigen Penetrationstests, ohne Drittlandübermittlung.
Linq hingegen hostet in den USA; für EU-Kunden bedeutet das einen DSGVO-Drittlandtransfer, der nur über EU-Standardvertragsklauseln abgesichert ist – trotz vorhandener SOC-2-Type-II-Zertifizierung und DPA. Zweitens die Zukunftssicherheit: Linqs Pivot zur KI-Messaging-Infrastruktur stellt das Visitenkarten-Kernprodukt infrage, während oneVcard genau darauf spezialisiert bleibt.
Drittens die Enterprise-Tiefe: oneVcard bietet SSO (SAML 2.0, Microsoft Entra ID, Google Workspace), automatische Nutzer-Provisionierung, MDM-Rollout über Intune/Entra, Apple- und Google-Wallet, ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management sowie über 20 Integrationen (u. a. SAP, Personio, BambooHR, Salesforce, HubSpot) – Funktionen, die bei Linq teils nicht belegt, teils nicht vorhanden sind (etwa Apple-/Google-Wallet). Ehrlich bleibt festzuhalten: Bei den unabhängigen Nutzerbewertungen hat Linq die Nase vorn (G2 rund 4,8/5 aus etwa 553 Reviews), und die direkten CRM-Integrationen mit Salesforce und HubSpot sind vertriebsstark.
Für deutsche und EU-Unternehmen, die Datenschutz, Planungssicherheit und Enterprise-Integration priorisieren, ist oneVcard dennoch die klar tragfähigere Wahl.
Häufige Fragen zum Vergleich
Ist oneVcard DSGVO-konformer als Linq?
Ja, deutlich. oneVcard wird ausschließlich in Deutschland in einem eigenen ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg gehostet und entwickelt, mit AVV nach Art. 28 DSGVO, externem Datenschutzbeauftragten, täglichen Backups, 2FA und regelmäßigen Penetrationstests – ohne Übermittlung in Drittländer. Linq hostet dagegen in den USA.
Für EU-Kunden entsteht dadurch ein DSGVO-Drittlandtransfer, der nur über EU-Standardvertragsklauseln (SCC) abgesichert wird. Linq ist zwar SOC-2-Type-II-zertifiziert und stellt eine DPA bereit, erreicht aus Sicht deutscher Compliance aber nicht das Niveau eines reinen Deutschland-Hostings.
Warum gilt Linq als strategisches Risiko für digitale Visitenkarten?
Linq hat sich 2025/2026 stark in Richtung KI-Messaging-Infrastruktur neu ausgerichtet und dafür im Februar 2026 eine Series-A-Runde über 20 Mio. USD eingesammelt. Laut mehreren Marktquellen gilt das ursprüngliche Visitenkarten- und NFC-Produkt seitdem als weitgehend eingestellt bzw. mit unsicherer Zukunft.
Wer eine digitale Visitenkarten-Plattform unternehmensweit ausrollt, trifft eine mehrjährige Entscheidung – ein Anbieter, dessen Kernprodukt strategisch infrage steht, ist dafür riskant. oneVcard bleibt auf digitale Visitenkarten spezialisiert und bietet hier höhere Planungssicherheit.
Hat Linq bei irgendetwas Vorteile gegenüber oneVcard?
Ja, in zwei Bereichen. Bei den unabhängigen Nutzerbewertungen liegt Linq vorn – auf G2 rund 4,8/5 aus etwa 553 Reviews, dazu sehr gute App-Store-Wertungen. Und Linq bietet etablierte direkte CRM-Integrationen mit Salesforce und HubSpot sowie eine API, was für vertriebsorientierte Teams attraktiv ist.
Diese Stärken wiegen den fehlenden EU-Hosting-Standort, das strategische Produktrisiko und die im Enterprise-Umfeld unklaren Funktionen (SSO/SCIM/MDM nicht belegt, kein Apple-/Google-Wallet) für DSGVO-sensible Unternehmen jedoch nicht auf.
Welche Enterprise-Funktionen bietet oneVcard, die Linq fehlen oder unklar sind?
oneVcard bietet SSO über SAML 2.0, Microsoft Entra ID/Azure AD und Google Workspace, automatische Nutzer-Provisionierung sowie MDM-Rollout über Microsoft Intune/Entra – etwa für die Wallet- und App-Verteilung. Hinzu kommen Apple- und Google-Wallet-Pässe, ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management mit zertifiziertem Outlook-Add-in und über 20 Integrationen, darunter SAP, Personio, BambooHR, Salesforce und HubSpot.
Bei Linq sind zentrale Enterprise-Identity-Funktionen (SAML/OIDC-SSO, SCIM-Provisioning, MDM mit Intune/Jamf) öffentlich nicht belegt; Apple-/Google-Wallet und ein E-Mail-Signatur-Management fehlen bzw. sind nicht bestätigt, und die Preise sind ausschließlich in USD gelistet.
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