oneVcard vs. Lemontaps

oneVcard 92 /100
Lemontaps 85 /100

oneVcard und Lemontaps sind zwei deutsche Anbieter digitaler Visitenkarten mit ausgeprägtem B2B- und Enterprise-Fokus, konsequenter Datenhaltung in Deutschland und AVV nach Art. 28 DSGVO – für datenschutzsensible Beschaffung sind damit beide grundsätzlich seriöse Kandidaten. Der Vergleich fällt entsprechend eng aus, entscheidet sich aber an drei Punkten: Hosting-Architektur, Enterprise-Tiefe und Preis. Im gewichteten Gesamtscore liegt oneVcard mit 92 vor Lemontaps mit 85.

oneVcard (oneVcard GmbH, Wörth am Main) betreibt seine Plattform in einem eigenen, nach ISO/IEC 27001 zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg; Hosting und Entwicklung finden ausschließlich in Deutschland statt, ohne Übermittlung in Drittländer. Lemontaps (Lemon Innovation & Technology GmbH, Stuttgart) ist ebenfalls nach ISO/IEC 27001 zertifiziert – geprüft durch den TÜV SÜD –, hostet aber auf AWS in der Region Frankfurt. Die Server stehen damit zwar in Deutschland, betrieben werden sie jedoch von einem US-Hyperscaler, der grundsätzlich dem US CLOUD Act unterliegt. Für streng datenschutzorientierte Einkäufer, die eine Verarbeitung außerhalb US-kontrollierter Infrastruktur bevorzugen, ist das der wesentliche Unterschied im DSGVO-Kriterium, in dem oneVcard mit 94 vorne liegt.

Beim Funktionsumfang liegen beide nah beieinander: QR, NFC-Karten, Apple- und Google-Wallet, Lead-Erfassung, Team-Admin-Konsole, CRM-Integrationen (u. a. HubSpot, Salesforce, Dynamics) und REST-API sind auf beiden Seiten vorhanden, ebenso ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management. Bei der Enterprise-Identität ist oneVcard breiter aufgestellt (SAML und OpenID Connect, Microsoft Entra ID, automatische Nutzer-Provisionierung sowie MDM-Rollout über Intune/Entra), während Lemontaps SSO bislang über SAML 2.0 belegt und beim MDM keine dedizierte Unterstützung ausweist. Umgekehrt bringt Lemontaps zwei echte Vorteile mit: eine ausgereifte Team-Administration mit Untergruppen, Hierarchien und Feldberechtigungen sowie belastbare unabhängige Nutzerbewertungen (OMR 4,8/5, Trustpilot ca. 4,7/5), die oneVcard so nicht vorweist. Beim Preis liegt oneVcard wiederum klar vorn: dauerhaft kostenloser Lite-Tarif und ein günstiger Premium-Tarif gegenüber einem spürbar teureren Lemontaps-Pro-Tarif – rund das Doppelte.

Kategorie für Kategorie

KategorieoneVcardLemontapsVorteil
DSGVO & Datensicherheit 22% 94 86 oneVcard
Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 18% 92 82 oneVcard
Team- & Admin-Verwaltung 15% 92 90 oneVcard
Funktionsumfang 13% 92 92 Gleichstand
Preis-Leistung 12% 90 74 oneVcard
Support & Sprache 10% 90 90 Gleichstand
Nutzerbewertungen 10% 84 Lemontaps

Merkmalsvergleich im Detail

Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind – aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.

Kriterium oneVcard Lemontaps
Gesamtbewertung 92 85
Serverstandort Deutschland
EU-Hosting möglich
Deutscher Hosting-Anbieter
Entwicklung in Deutschland
AVV nach Art. 28 DSGVO
ISO 27001
SSO – SAML
SSO – OIDC ?
SCIM-Provisioning
MDM (Intune/Jamf) ?
Öffentliche API
Microsoft Entra ID / Azure AD
Anzahl Integrationen 2012
E-Mail-Signatur-Management
Outlook-Signatur-Integration
Physische NFC-Karten
Apple & Google Wallet
Zentrale Team-/Admin-Konsole
Granulare Rechte & Rollen
White-Labeling
Eigene Domain
Eigenes CSS
Workflows / Automatisierung
Lead-Capture / Scanner
Verbinden-Funktion (Kontakte)
Papiervisitenkarten-Scanner
Free-Tier
Deutschsprachiger Support
SLA-Zusage
Externe Ø-Bewertung 4.7/5

Fazit

Für die Mehrheit der deutschen B2B-Anwender ist oneVcard die naheliegendere Wahl, was sich im Gesamtscore (92 vs. 85) widerspiegelt. Ausschlaggebend sind drei Punkte: erstens die Hosting-Architektur – oneVcard betreibt ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum in Nürnberg mit Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland, während Lemontaps auf AWS in Frankfurt setzt (Server in Deutschland, aber US-Hyperscaler, grundsätzlich dem US CLOUD Act unterliegend); zweitens die breitere Enterprise-Identität (SAML plus OpenID Connect, Microsoft Entra ID, automatische Nutzer-Provisionierung, MDM-Rollout über Intune/Entra und dediziertes E-Mail-Signatur-Management), wo Lemontaps SSO bislang nur über SAML 2.0 belegt und kein dediziertes MDM ausweist; drittens der Preis (Lite kostenlos, günstiger Premium-Tarif gegenüber einem rund doppelt so teuren Lemontaps-Einstieg). Beide sind nach ISO/IEC 27001 zertifiziert, stellen einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit und bieten deutschsprachigen Support – die DSGVO-Grundhaltung teilen sie also.

Lemontaps bleibt dennoch ein starker Wettbewerber, und zwei Vorteile sind fair zu benennen. Erstens die belegten unabhängigen Nutzerbewertungen (OMR 4,8/5, Trustpilot ca. 4,7/5): eine externe Validierung, die oneVcard in dieser Form nicht vorweisen kann – wer im Beschaffungsprozess großes Gewicht auf öffentliche Reviews legt, findet bei Lemontaps die belastbarere Bewertungslage (vergleichbar stark bewertet sind im Testfeld auch Blinq und HiHello). Zweitens die ausgereifte Team-Administration mit Untergruppen, Hierarchien, Feldberechtigungen und Bulk-Provisioning per Excel-Import (bis 1.000 Nutzer), die für stark gegliederte Konzernstrukturen attraktiv ist. Kurz: Wer Wert auf geprüfte unabhängige Bewertungen und eine besonders granulare Team-Hierarchie legt, sollte Lemontaps ernsthaft prüfen. Wer eine funktional gleichwertige, günstigere und preislich transparente Lösung mit eigenem deutschen Rechenzentrum, voller Enterprise-Identität (SSO/OIDC, Entra ID, Provisionierung, MDM) und Signatur-Management sucht, ist mit oneVcard besser bedient. Team- und Enterprise-Preise sollten bei beiden Anbietern individuell eingeholt werden.

Häufige Fragen zum Vergleich

Welcher Anbieter ist bei Datenschutz und Zertifizierung stärker – oneVcard oder Lemontaps?

Beide sind nach ISO/IEC 27001 zertifiziert, halten Daten in Deutschland und stellen einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit – die DSGVO-Grundhaltung ist bei beiden solide. Der Unterschied liegt in der Hosting-Architektur: oneVcard betreibt ein eigenes, nach ISO 27001 zertifiziertes Rechenzentrum in Nürnberg, wobei Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland stattfinden und keine Übermittlung in Drittländer erfolgt.

Lemontaps ist über den TÜV SÜD nach ISO/IEC 27001 zertifiziert, hostet aber auf AWS in der Region Frankfurt: Die Server stehen in Deutschland, betrieben werden sie jedoch von einem US-Hyperscaler, der grundsätzlich dem US CLOUD Act unterliegt. Für Einkäufer, die eine Verarbeitung außerhalb US-kontrollierter Infrastruktur bevorzugen, ist oneVcard damit im DSGVO-Kriterium vorne (Score 94).

Wie unterscheiden sich die Preise von oneVcard und Lemontaps?

oneVcard ist günstiger und transparenter: Der Lite-Tarif ist dauerhaft kostenlos (1 Karte, kein Zahlungsmittel nötig), der Premium-Tarif ist günstig gehalten (bei jährlicher Zahlung günstiger als bei monatlicher Abrechnung). Bei Lemontaps ist der Starter-Tarif ebenfalls kostenlos, der öffentlich einsehbare Pro-Tarif liegt aber spürbar höher – also rund doppelt so teuer wie oneVcard Premium.

Team- und Enterprise-Preise werden bei beiden Anbietern nur auf Anfrage genannt. Für den planbaren Einstieg und die Kalkulation ist oneVcard damit die preistransparentere Wahl.

Bieten beide Anbieter SSO, Nutzer-Provisionierung und MDM für Enterprise-Rollouts?

Ja, beide bieten SSO, unterscheiden sich aber in der Tiefe. oneVcard unterstützt SAML und OpenID Connect (OIDC) mit Microsoft Entra ID/Azure AD, Google Workspace, Okta u. a., verfügt über automatische Nutzer-Provisionierung (SCIM-artig über Entra ID/HR-Sync) und unterstützt einen MDM-Rollout auf Basis von Microsoft Intune/Entra (z. B. Wallet-/App-Verteilung) sowie ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management. Lemontaps belegt SSO über SAML 2.0 (Azure/Entra ID, Okta) samt SCIM-Provisionierung und Audit-Logs, weist aber kein dediziertes MDM (Intune/Jamf) aus und dokumentiert bislang kein OpenID Connect.

Für IT-gesteuerte Rollouts mit OIDC-Anbindung und Geräteverteilung ist oneVcard damit breiter aufgestellt.

Wo hat Lemontaps gegenüber oneVcard echte Vorteile?

Lemontaps bringt zwei nachvollziehbare Stärken mit. Erstens belegte unabhängige Nutzerbewertungen: OMR 4,8/5 und Trustpilot ca. 4,7/5 – eine externe Validierung, die oneVcard in dieser Form nicht vorweist.

Wer im Beschaffungsprozess großes Gewicht auf öffentliche Reviews legt, findet bei Lemontaps die belastbarere Bewertungslage; im gesamten Testfeld sind zudem Blinq und HiHello ähnlich stark bewertet. Zweitens eine ausgereifte Team-Administration mit Untergruppen, Hierarchien, Feldberechtigungen und Bulk-Provisioning per Excel-Import (bis 1.000 Nutzer), die für stark gegliederte Konzernstrukturen attraktiv ist.

Beim Hosting (eigenes deutsches RZ), bei OIDC/MDM und beim Preis liegt dagegen oneVcard vorne.

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