oneVcard vs. HiHello

oneVcard 92 /100
HiHello 75 /100

oneVcard und HiHello richten sich beide an Unternehmen, die digitale Visitenkarten zentral über Teams ausrollen wollen – und beim reinen Enterprise-Funktionsumfang liegen sie erstaunlich nah beieinander. Beide bieten SSO über SAML, SCIM-gestützte Nutzer-Provisionierung, Verzeichnis-Synchronisation mit Entra ID und Google Workspace, ein zentrales E-Mail-Signatur-Management sowie NFC-Karten, QR-Code, Apple und Google Wallet, Lead-Erfassung und Analytics.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Feature-Liste, sondern im Betriebsmodell: oneVcard (oneVcard GmbH) hostet und entwickelt ausschließlich in Deutschland – im eigenen, ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, ohne Übermittlung in Drittländer, mit AVV nach Art. 28 DSGVO, externem Datenschutzbeauftragten, täglichen Backups, 2FA und regelmäßigen Penetrationstests. HiHello (HiHello, Inc., Palo Alto) betreibt seine gesamte Plattform dagegen auf Google Cloud in US-Central (Iowa) – ganz ohne EU- oder Deutschland-Option.

Datentransfers stützen sich auf Standardvertragsklauseln und das EU-US Data Privacy Framework; abgesichert ist HiHello über eine SOC-2-Type-II-Zertifizierung, eine ISO-27001-Zertifizierung ist nicht ausgewiesen. Für DSGVO-sensible deutsche Organisationen ist das der Kern der Entscheidung.

Fairerweise gehört HiHello aber auch gesagt: Bei den unabhängigen Nutzerbewertungen zählt der US-Anbieter zu den stärksten im gesamten Testfeld.

Kategorie für Kategorie

KategorieoneVcardHiHelloVorteil
DSGVO & Datensicherheit 22% 94 52 oneVcard
Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 18% 92 76 oneVcard
Team- & Admin-Verwaltung 15% 92 90 oneVcard
Funktionsumfang 13% 92 92 Gleichstand
Preis-Leistung 12% 90 82 oneVcard
Support & Sprache 10% 90 58 oneVcard
Nutzerbewertungen 10% 90 HiHello

Merkmalsvergleich im Detail

Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind – aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.

Kriterium oneVcard HiHello
Gesamtbewertung 92 75
Serverstandort Deutschland
EU-Hosting möglich
Deutscher Hosting-Anbieter
Entwicklung in Deutschland
AVV nach Art. 28 DSGVO
ISO 27001 ?
SSO – SAML
SSO – OIDC
SCIM-Provisioning
MDM (Intune/Jamf) ?
Öffentliche API ?
Microsoft Entra ID / Azure AD
Anzahl Integrationen 2010
E-Mail-Signatur-Management
Outlook-Signatur-Integration
Physische NFC-Karten
Apple & Google Wallet
Zentrale Team-/Admin-Konsole
Granulare Rechte & Rollen
White-Labeling
Eigene Domain
Eigenes CSS
Workflows / Automatisierung ?
Lead-Capture / Scanner
Verbinden-Funktion (Kontakte)
Papiervisitenkarten-Scanner
Free-Tier
Deutschsprachiger Support
SLA-Zusage ?
Externe Ø-Bewertung 4.7/5

Fazit

In der Gesamtwertung setzt sich oneVcard mit 92 von 100 Punkten klar vor HiHello (75) durch – und der Vorsprung entsteht fast vollständig aus dem Datenschutz- und Betriebsmodell. Beide Anbieter spielen funktional in derselben Liga: SSO mit SAML 2.0, SCIM-artige Provisionierung, Directory-Sync mit Entra ID und Google Workspace, Signatur-Management und die üblichen Sharing-Wege (NFC, QR, Apple/Google Wallet) sind bei beiden vorhanden. oneVcard ergänzt das um über 20 Integrationen (u. a. SAP, Personio, BambooHR, Salesforce, HubSpot, Dynamics 365), MDM-Rollout über Microsoft Intune/Entra, eine offene REST-API im Enterprise-Tarif, White-Label, deutschsprachigen Support und ein SLA von 99,5 %.

Den Ausschlag gibt jedoch der Standort: oneVcard hostet und entwickelt zu 100 % in Deutschland im eigenen ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, ohne Drittlandtransfer – und führt damit auch die reine DSGVO-Kategorie mit 94 von 100 Punkten an. HiHello betreibt alles in den USA (Google Cloud, Iowa), ohne EU-Option, ohne ausgewiesene ISO-27001-Zertifizierung, ohne deutschsprachigen Support und mit reiner USD-Abrechnung.

Wo HiHello wirklich punktet, sind die unabhängigen Nutzerbewertungen: G2 4,6, Trustpilot 4,7 und Google Play 4,8 aus rund 14.000 Bewertungen sprechen für eine ausgereifte, beliebte Anwendung – hier liegt HiHello (wie auch Blinq und Lemontaps) vor oneVcard. Unsere Empfehlung: Für deutsche und EU-Unternehmen mit Compliance-Anforderungen ist oneVcard die naheliegende Wahl.

HiHello bleibt eine ernstzunehmende Option für international, US-zentriert aufgestellte Teams, die kein deutsches Hosting benötigen und Wert auf eine erprobte, hoch bewertete App legen.

Häufige Fragen zum Vergleich

Wo werden die Daten bei oneVcard und HiHello gehostet?

Das ist der zentrale Unterschied. oneVcard hostet und entwickelt ausschließlich in Deutschland – im eigenen, ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, ohne Übermittlung in Drittländer, mit AVV nach Art. 28 DSGVO, externem Datenschutzbeauftragten, täglichen Backups und regelmäßigen Penetrationstests. HiHello betreibt seine gesamte Plattform auf Google Cloud in US-Central (Iowa, USA) und bietet keine EU- oder Deutschland-Option.

Die Datenübermittlung stützt sich auf Standardvertragsklauseln und das EU-US Data Privacy Framework; abgesichert ist HiHello über SOC 2 Type II, eine ISO-27001-Zertifizierung ist nicht ausgewiesen. Für DSGVO-sensible deutsche Unternehmen ist oneVcard damit die datenschutzfreundlichere Wahl.

Welcher Anbieter eignet sich besser für Enterprise-Teams mit SSO und automatischer Nutzerverwaltung?

Funktional nehmen sich beide wenig: HiHello und oneVcard bieten jeweils SSO über SAML, SCIM-gestützte Provisionierung und Verzeichnis-Synchronisation mit Microsoft Entra ID und Google Workspace sowie ein zentrales E-Mail-Signatur-Management. oneVcard ergänzt das um über 20 Integrationen (u. a. SAP, Personio, BambooHR, Salesforce, HubSpot, Dynamics 365), MDM-Rollout über Microsoft Intune/Entra, eine offene REST-API im Enterprise-Tarif, White-Label und ein SLA von 99,5 %. HiHello punktet mit Directory-Sync auch für Okta und Workday.

Für deutsche Enterprise-Umgebungen mit Microsoft-365-Umfeld und Compliance-Anforderungen ist oneVcard aufgrund von deutschem Hosting und deutschsprachigem Support meist die passendere Wahl.

Ist HiHello schlechter als oneVcard – wo liegen die echten Stärken von HiHello?

HiHello ist ein sehr solider Anbieter, kein schwaches Produkt. Seine größte Stärke sind die unabhängigen Nutzerbewertungen: G2 4,6/5, Trustpilot 4,7/5 und Google Play 4,8/5 aus rund 14.000 Bewertungen – hier liegt HiHello (ähnlich wie Blinq und Lemontaps) vor oneVcard.

Gelobt werden vor allem die einfache Bedienung und der bereits im Business-Plan große Funktionsumfang. HiHello verliert im Gesamtvergleich vor allem wegen des reinen US-Hostings ohne EU-Option, der fehlenden ausgewiesenen ISO-27001-Zertifizierung, des fehlenden deutschsprachigen Supports und der USD-Abrechnung.

Für international bzw. US-zentriert aufgestellte Teams ohne Anforderung an deutsches Hosting bleibt HiHello eine gute Wahl.

Was kosten oneVcard und HiHello im Vergleich?

Beide bieten einen kostenlosen Einstieg. Bei oneVcard ist der Lite-Tarif kostenlos, der Premium-Tarif ist günstig gehalten (bei jährlicher Zahlung günstiger als monatlich); Teams und Teams Enterprise werden individuell kalkuliert, das SLA von 99,5 % gilt im Enterprise-Bereich.

HiHello rechnet ausschließlich in US-Dollar ab: Personal ist kostenlos, Professional und Business sind kostenpflichtig (jährliche Zahlung günstiger, Business ab 5 Nutzern), Enterprise ab 101 Nutzern auf Anfrage. Für deutsche Unternehmen ist neben dem Preis vor allem relevant, dass oneVcard in Euro fakturiert und deutschsprachigen Support bietet, während HiHello nur in USD abrechnet.

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